Donnerstag , 17 April 2014
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Elfmeterschiessen entscheidet dramatische Partie – Starke Vorstellung des SV Ruhpolding reicht nicht aus

Elfmeterschiessen entscheidet dramatische Partie – Starke Vorstellung des SV Ruhpolding reicht nicht aus

In einer dramatischen, spannenden, aber nur selten hochklassigen Begegnung behielt der TSV Grabenstätt am Ende mit etwas Glück die Oberhand und kämpft nun am kommenden Samstag gegen einen starken TSV Freilassing  in der harten Relegationsmühle um einen Platz in der Kreisklasse.  Beiden Teams merkte man zu Beginn die Nervosität und Hektik an, doch schon bald agierte der A-Klassist aus Ruhpolding mutig nach vorne.

In der 11.Minute schnappt sich Jonas Neuhofer über rechts den Ball, dessen Flanke kann TSV-Schlussmann Spiegelberger nur abprallen lassen, am langen Eck steht Thomas Nawratil, der aber etwas in Rücklage die Kugel nur an den linken Aussenpfosten setzt. Nur zwei Minuten später schickte Neuhofer Bernhard Braun schön in die Gasse, er wird im letzten Moment am Schuss gehindert.  Bei der anschliessenden Ecke rutschte Xaver Utzinger in die Flanke, doch er traf das Leder nicht richtig. Der SVR versuchte es in der Folgezeit mit Fernschüssen durch Graßl (20.) und Hallweger (22.), jedoch ohne Erfolg.

In der 28.Minute wartete der TSV Grabenstätt erstmals mit einer gefährlichen Aktion auf. Norbert Rimsl`s präzise Hereingabe von rechts verfehlte in der Mitte Alexander Bondariu nur um Zentimeter. Auf der Gegenseite rettete Grabenstätts Bester Martin Spiegelberger in letzter Sekunde nach einer Flanke vor dem einschussbereiten Braun (33.). Der SV Ruhpolding machte weiter Druck, so kam ein langer Ball in der 36.Minute auf Braun, der den Ball gut abdeckt, zurücklegt auf Nawratil, der es aus 17m probiert und knapp übers Gehäuse verzieht.

Doch auch die Straßhofer-Truppe blieb gefährlich, eine Calterbiano-Flanke von rechts verwertet Rimsl in der Mitte freistehend per Kopf, bringt aber nicht genug Druck hinter den Ball (44.). Eine Halbzeitführung für die Elf von Spielertrainer Stefan  Brügmann wäre durchaus verdient gewesen, doch sie nutzten ihre Chancen nicht. Zu Beginn von Durchgang zwei ging es zunächst wieder Richtung Grabenstätter Tor, so spitzelte Thomas Nawratil eine Brügmann-Hereingabe nur knapp am Tor vorbei (50.). In der 57.Minute gab es eine Triple-Chance für Ruhpolding. Zunächst scheiterte Graßl mit einem Flachschuss halblinker Position aus 12m, im Nachsetzen bleibt Brügmann völlig freistehend hängen und im dritten Versuch scheiterte Nawratil, doch es blieb torlos.

In der Folgezeit verflachte die Partie zusehends, man merkte nun beiden Mannschaften den enormen Kräfteverschleiss an, doch es lebte von der Spannung. Bis auf ein paar harmlose Fernschüsse des SVR gab es bis zur 86.Minute keine nennenswerten Offensivaktionen mehr. Doch dann erhielt Grabenstätt nochmals die Möglichkeit zur Entscheidung, als die SVR-Abwehrreihen nach einer Rimsl-Flanke das Spielgerät nicht mehr aus der Gefahrenzone brachten, aus dem Getümmel heraus scheiterte Konstantin Klein aus nächster Nähe, kurz darauf konnte Josef Langbauer die Unsicherheiten ebenfalls im Gestochere nicht nutzen – Verlängerung.

Stefan Brügmann setzte sich in der 92.Minute energisch über rechts durch, der Winkel wurde etwas spitz, so konnte Spiegelberger den scharfen Schuss im kurzen Eck parieren. In der 98.Minute gab es eine schöne Doppelkombination ganz rechts aussen zwischen Brügmann und dem eingewechselten Christian Kecht, der schließlich mit einem sehenswerten Aussenrist-Schlenzer abschloss, wieder war der TSV-Keeper zur Stelle. Ein Dropkick-Knaller von Florian Kügeler ging anschliessend nur knapp übers Tor. In der 108.Minute zeigte nochmals Konstantin Klein seine Klasse, seinen Drehschuss aus 10m klärt Martin Zabernig. Gleich darauf ergab sich noch einmal die Konterchance schlechthin für den SVR über Nawratil, der sich über links auf und davon machte und überlegt auf Brügmann querlegte, dieser scheiterte aber aus 8m völlig frei am glänzend reagierenden Martin Spiegelberger, der sein Team am Leben hielt.

So spitzte sich die Dramatik zu und die 460 Zuschauer am neutralen Platz des TSV Siegsdorf konnten sich über ein Elfmeterschiessen freuen. Der erste Schütz des SV Ruhpolding hieß Xaver Utzinger, dessen unplatzierten Schuss halbhoch links konnte Spiegelberger parieren, Grabenstätts Alexander Bondariu verlud Keeper Zabernig und traf zum 0:1 ins recht untere Eck. Franz Hallweger machte es wie zuvor Utzinger und scheiterte fast gleich am starken TSV-Schlussmann, Norbert Rimsl traf anschliessen flach ins linke untere Ecke zu 0:2. Christian Kecht verwandelte sicher links hoch und verkürzte auf 1:2, doch Konstantin Klein traf ins linke Kreuzeck und erhöhte wieder auf 1:3. Jonas Neuhofer vom SVR traf mittig hoch zum 2:3, Maxi Steinberger scheiterte, als sein Wembley-Schuss von der Lattenunterkante wieder zurücksprang. Thomas Nawratil hielt sein Team am Leben und verwandelte etwas glücklich mittig zum 3:3, Dominik Schrankl musste aber für Grabenstätt nur noch verwandeln, um als Sieger vom Platz zu gehen, doch auch er scheiterte und touchierte mit seinem Schuss nur die Oberlatte. Es ging also weiter, so war nur Alex Jost auf Seiten des SVR an der Reihe, doch Spiegelberger hielt seinen dritten Elfer, hatte mit dem schwach getretenen Strafstoss keine Mühe. Pietro Calterbiano konnte sich dann schließlich als Matchwinner feiern lassen und verwandelte sicher.

Am Ende mit etwas Glück und Nerven trat der TSV Grabenstätt als Sieger der hochdramatischen Relegationsbegegnung hervor und erhält am kommenden Samstag gegen einen allerdings noch stärker einzuschätzenden TSV Freilassing die nächste Chance um einen Platz in der Kreisklasse.

Der SV Ruhpolding hingegen muss nach einer starken Saison und einer überzeugenden Vorstellung in der Relegation die bittere Pille schlucken und ein weiteres Jahr in der A-Klasse spielen.

Text: Markus Germann

Ein Kommentar

  1. Laut Siegi Huber stürzte Grabenstätts Torhüter Spiegelberger nach dem Spiel unglücklich. Zuvor hatte er 3 Elfmeter gegen Ruhpolding entschärft, dann die Schulter ausgekugelt hat und musste vom Notarzt behandelt werden musste

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